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Schulungen

  Workshops Deutschland

Zusätzlich zu den Quartalsmeetings für die Mitglieder werden jährlich öffentliche Workshops durchgeführt, an denen jeder Interessent teilnehmen kann.

Workshops in der Vergangenheit:

Wiederholung "Vergleich Obsolescence-Vorhersage-Tools" (2007)

2. März 2005: "Obsolescence and life problems in modern COTS microcircuits"

Ted Glum, Director Defence Micro Electronics Activity (DMEA) und Dr. Gary Glauglur, Technology Specialist DMEA berichteten über die Gefahren erheblich kürzerer Lebenszeiten von Halbleiterbauelementen, die in den neuen 90nm und 65nm-Technologien gefertigt werden. Alterungseffekte und geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen wurden prognostiziert. Effekte wie der zeitabhängige Durchbruch des Dielektrikums, Schäden durch heiße Ladungsträger, Eektromigration und stromdichtebedingte Ausfälle wurden besprochen.

Insbesondere beim Einsatz dieser COTS-ICs für den Automotive-Bereich oder gar Militäranwendungen wurden Probleme als sicher angesehen. Da es durch die kurze Zeit der Verfügbarkeit der Technologien noch keine Langzeitstudien gibt, soll eine Methode gefunden werden, die Alterungsprozesse vorauszusagen. Ansätze sind Electron Backscatter Diffraction (EBSD) oder Untersuchungen mit dem Elektronenmikroskop.

Da die Forschungen der DMEA auf diesem Gebiet gegenwärtig noch fortgesetzt werden, gibt es bisher kaum Publikationen über das Thema.

24. Februar 2005: "Vergleich von Software-Tools zur BOM-Analyse und zur Voraussage von Lebenszyklen elektronischer Bauelemente"

Ziel war der Vergleich der Analyse einer exemplarisch angelegten BOM mit Problem-Bauelementen auf verschiedenen der auf dem Markt befindlichen Software-Tools. Konkret wurden die Tools von I2, Partminer, QinetiQ (Qstar) und Total-Parts-Plus verglichen. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, gestaffelt in 4 Räumen die Vorzüge und Schwerpunkte der 4 Tools erläutert zu bekommen.

Als erstes Qualitätskriterium wurde der Aktualitätsgrad der Ausgabe des Bauelementestatus gewählt. Ein Bauelement mit bekannter Abkündigungsinformation muss natürlich auch über ein derartiges Datenbanksystem als abgekündigt gekennzeichnet werden. Ohne auf das Ergebnis konkret eingehen zu können, wurde festgestellt, dass die Systeme ihre Schwerpunkte, Stärken und Schwächen auf verschiedenen Gebieten haben. Während ein Tool vorrangig Bauelemente aus den USA beinhaltet, bei diesen aber sehr verlässlich den Status angibt, haben andere Tools auch elektromechanische Steckverbinder gelistet, liegen in der Gesamttrefferquote aber zurück. Im Endeffekt konnte keines der Tools als absolut zuverlässig qualifiziert werden. Die Güte der Datenbankpflege ist hier von exorbitanter Bedeutung. Es ist zu hoffen, dass durch die stetig besseren Möglichkeiten der Online-Verbindung in naher Zukunft Herstellerinformationen direkt in die Datenbanken einfießen können und der kaum zu leistende Aufwand an manueller Datenpflege geringer wird.

Zum Testzeitpunkt lag sowohl die Bekanntheitsrate der Bauelemente als auch die Wahrheitsrate der Obsoleszenz-Aussage bei maximal knapp über 90%. Das heißt für alle, die ein solches System einsetzen, das Restrisiko für nicht oder zu spät erkannte Obsoleszenzen liegt bei knapp unter 10%. Um so wichtiger ist ein pro-aktives Obsoleszenz-Management, das schon in der Design-In-Phase ansetzt und die Entwickler in den Prozess einbezieht.